Pathologien
Morton-Neurom
Das Morton-Neurom ist eine häufige Erkrankung, die Schmerzen verursacht, die oft als "elektrisch" oder besonders lähmend beim Gehen beschrieben werden.
1. Was genau ist das?
Es handelt sich um eine Kompression eines gemeinsamen Plantarnervs, meist im 3. Intermetatarsalraum (zwischen dem 3. und 4. Zeh). Durch wiederholtes Zusammendrücken oder Reizung durch die Mittelfußköpfchen entzündet sich der Nerv und wird von faserigem Gewebe umgeben, wodurch eine Art "Knoten" oder Spindel entsteht.
2. Warum passiert das?
Mehrere Faktoren können zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen:
- Schuhwerk: Dies ist der Hauptfaktor Nr. 1. Zu enge Schuhe oder Schuhe mit hohen Absätzen komprimieren den Vorderfuß und erhöhen den Druck auf die Nerven.
- Fußanatomie: Plattfüße oder sehr hohe Fußgewölbe können die Lastverteilung verändern.
- Sportliche Aktivität: Sportarten mit wiederholten Stößen (Laufen) oder Kompression (Radfahren) verschlimmern die Symptome.
3. Charakteristische Symptome
Der Schmerz ist sehr spezifisch für das Morton-Neurom:
- Brennendes Gefühl oder elektrischer Schlag unter dem Vorderfuß.
- Gefühl, als ob ein "Kieselstein im Schuh" wäre oder eine gefaltete Socke stört.
- Schmerzen, die sich beim Gehen verschlimmern und durch das Ausziehen der Schuhe gelindert werden (ein dringendes Bedürfnis, die Schuhe auszuziehen und den Fuß zu massieren).
- Taubheitsgefühl (Parästhesien) der betroffenen Zehen.
4. Diagnose und Behandlung
Ein Arzt kann das Neurom durch Abtasten diagnostizieren: Druck zwischen den Mittelfußknochen löst oft den Schmerz aus (Mulder-Klick-Zeichen). Eine Ultraschalluntersuchung oder ein MRT bestätigt in der Regel die Größe des Neuroms.
Therapeutische Optionen:
- Schuhwerk: Wechseln Sie zu breiten, flachen Schuhen, um mehr Platz zu schaffen.
- Orthopädische Einlagen: Diese helfen, die Mittelfußköpfchen auseinanderzudrücken, um den Druck auf den Nerv zu verringern.
- Injektionen: Kortikosteroidinjektionen zur Reduzierung der Nervenentzündung.
- Chirurgie: Als letzter Ausweg wird das Neurom entfernt (Neurektomie) oder der Raum freigelegt (Neurolyse).
Hinweis: Diese Erkrankung betrifft überwiegend Frauen (etwa 4 von 5 Fällen), oft aufgrund der Art des Schuhwerks, das im Laufe des Lebens getragen wird.